20. Mai 2012

Winterkinder

Er war ihr Vater, sie noch ein Kind.
Wenn die Mutter schlief
kam er zum Streicheln jede Nacht.
Verrate uns nicht,
hat er ganz leis' zu ihr gesagt.

Mutter wird weinen, wenn du's ihr erzählst.
Also sei schön brav, stell nicht in Frage,
was wir treiben.
Wenn sie dich fragen wirst du schweigen
wie ein Grab.

Und jeden Abend schaut sie auf.
Schickt ein Gebet zu ihm herauf:
Ach, guter Gott, kannst du mich hör'n?
Ich will dich wirklich nicht lang stör'n.
Zwei weiße Flügel wünsch ich mir.
Dann flieg ich ganz weit weg von hier.

Winterkinder
Sind die Kälte schon gewohnt,
Viel zu heiß das Blut ihrer Adern.
Winterkinder,
Verharren stundenlang im Schnee
Und träumen von wärmeren Tagen.

Keiner sah was, die Welt war Blind.
Weil die Guten manchmal böse sind.
Und was nicht sein darf, kann nicht sein.
Und so blieb sie allein.
Kaum war es Sommer, war sie nicht mehr da.
In einem Brief getränkt in Tränen
nahm sie Abschied von all denen,
die nicht wussten, was geschah.

Und jeden Abend schaut sie auf.
Schickt ein Gebet zu ihm herauf:
Ach, guter Gott, kannst du mich hör'n?
Ich will dich wirklich nicht lang stör'n.
Zwei weiße Flügel wünsch ich mir.
Dann flieg ich ganz weit weg von hier.

Winterkinder
Sind die Kälte schon gewohnt,
Viel zu heiß das Blut ihrer Adern.
Winterkinder,
Verharren stundenlang im Schnee
Und träumen von wärmeren Tagen.

(Thomas Godoj/Christian Bömkes)

7. Mai 2012

Godoj-Mania Teil III

Heiß, heiß, heiß. Das ist das Erste, was mir zum gestrigen Abschluss-Konzert von Thomas Godoj einfällt. Die Bude hat gebrannt!

Aber zunächst zum Beginn meiner Reise. Eine 2-stündige Fahrt mit Unwetterwarnung vor Augen, bin ich gegen 15.20 Uhr losgetigert. Auf Höhe von Frankfurt war dann auch wirklich landunter angesagt. Puh, in solchen Momenten ist Auto fahren echt ätzend. Um 17.20 Uhr in Heidelberg angekommen, gab es direkt eine Schocksituation. Ich hörte, dass das Konzert ursprünglich abgesagt werden sollte, weil irgendwas mit der Location nicht stimmt. Da hatten ein paar Leute wohl ziemlich Scheiße gebaut und Thomas und die Band waren echt angepisst. Das Ende vom Lied war, dass wir uns auf viel weniger Platz zusammenquetschen mussten. Doch wir wären keine Godjaner, wenn wir nicht das Beste daraus machen würden. Für uns und Thomas sollte es ein unvergesslicher Abend werden und daher waren wir alle sehr relaxed und darauf eingestellt alles zu geben. Vorher wurden noch diese schönen Zettel verteilt, die wir alle gleichzeitig hoch gehalten haben. Schöner Moment und Thomas hat sich richtig gefreut.



Sebel hat mit seiner Band echt gute Unterhaltung geboten und bin fast geneigt, mir da mal was auf meinen IPod zu laden.


Da die Location so klein war, dachte ich, dass Thomas dieses Mal sofort auf die Bühne gehen würde. Aber weit gefehlt. Der Herr ließ es sich jedoch nicht nehmen insgesamt gleich dreimal durchs Publikum zu laufen und zweimal  direkt vor meinen Füßen her. Das ist ein atemberaubendes Gefühl so hautnah mit einem fantastischen Sänger zusammen zu singen. Und ich habe so gebrüllt, der muss mich gehört haben:-) In jede letzte Ecke ist er vorgedrungen, damit jeder Fan was von ihm hatte. Einfach eine Riesenparty.

Nach meinem letzten Toilettengang gegen 15.00 Uhr zuhause, knapp 6 1/2 Stunden stehen, springen, tanzen, schwitzen und der nahenden Dehydrierung war ich echt kurz vorm Limit. Doch ein kurzer abschließender Small-Talk musste noch drin sein. Und ich hatte Glück und konnte ihn mit meinem Dank für den "geilsten Tinitus der Welt" zum Lachen bringen. So sweet. Habe ihm auch von Anja erzählt, die ich bei "Niemandsland" mal spontan ans Handy holte, denn nichts ist cooler als mit der Schwester zusammen abzurocken:-) Er hat mir (auf meinen Wunsch) dann noch eine persönliche Autogrammkarte und liebe Grüße mitgegeben, die ich natürlich anschließend sofort ausgerichtet habe.

Ach ja, und ich habe ihn mein Handy signieren lassen. Hab ich mir bei ner anderen Frau abgeguckt und weil er keinen weißen Textilmarker dabei hatte, Ela aber kompletto in schwarz vor ihm stand, war das die beste Option. Und im Nachhinein... spitzenmäßige Entscheidung. So sieht ein glücklicher Tomzilla-Fan aus.


 
Jetzt muss ich das gute Stück nur noch versiegeln lassen.


Mein Schlusswort heute geht an meine allerliebste Schwester Anja: Ich kann mich nur immer wieder bei dir bedanken, dass du durch eine spontane Einladung (hr3@night) eine so große Welle der Freude und des Glücks in meinem Leben ausgelöst hast. Es ist immer toll, wenn man durch den Einfluss von anderen Menschen ein neues Stück Erfüllung findet. Ich bin so froh, dass ich dich habe!!!

6. Mai 2012

Leider geil!

Einen Tag vor dem letzten Konzert der Thomas-Godoj-Tour hat mich nochmal mächtig das Kreativ-Fieber gepackt. Mein Päckchen war zum Glück am Freitag noch auf der Arbeit abgegeben worden. Ich hatte schon nicht mehr damit gerechnet, da der Status beim Fanshop nicht besonders vielversprechend aussah, aber am frühen Nachmittag klingelte DHL an der Tür und ich reiße dem Fahrer das Päckchen aus der Hand mit dem Kommentar "Sie sind ein Engel! Das ist gaaaanz wichtig!" Peinlich, aber egal. Nachdem er schon gehen wollte, fragte ich ihn, ob er denn keine Unterschrift von mir bräuchte. Seine Reaktion war echt nicht zu toppen: "Nee, wieso? Ich bin doch ein Engel":-) Gut, war das auch geklärt. Und gestern, nachdem ich meine Sommerreifen drauf hatte, wurde die Motorhaube mit dem XL-Aufkleber verschönert. Meine Erkenntnis: Wenn bekloppt, dann richtig!



Abends stand dann noch "Pimp my shirt" auf dem Programm. Nachdem ich die Buchstaben und das T-Shirt schon eine gute Woche rumliegen hatte, war es an der Zeit das Geplante in die Tat umzusetzen. Ich glaube, ich hab's so lange liegen lassen, weil ich Angst hatte, dass es schief gehen könnte. Bei meinem Talent... Doch hingegen jeder Befürchtung ist es echt richtig gut geworden.




25. April 2012

Godoj-Mania Teil II

Nachdem ich mir Samstagmorgen noch ganz schnell eine Karte für's Konzert in Aschaffenburg gekauft hatte, war es noch ein sehr straffer Zeitplan bis zur Abfahrt.

Zunächst natürlich soviel Text wie möglich in den Kopf hämmern, man will den Sänger ja tatkräftig unterstützen. Und ich kannte die letzten beiden Alben ja erst seit Kurzem. Aber ich war schon ganz gut dabei. Mein Navi hatte in Köln vorm Rückweg den Geist aufgegeben. Ein ganz großes Dankeschön an dieser Stelle an TomTom. Schlimmer geht nimmer. Ich habe versucht, alle Updates, die nur irgend möglich waren, auf dieses Ätz-Gerät zu laden. Nützte so viel wie ne Bürste beim nem Glatzkopf. Dank eines speziellen Tools beim Expert Klein lief die Geschichte dann wieder.

Um kurz vor 17.00 machte das Godoj-Mobil sich auf die Socken. Auf der Autobahn war dann eine sehr makabere Situation: Mein IPod spielte gerade "Niemandsland", genauer die Stelle "Action auf der Autobahn, schöne Flammen, richtig warm. Bin grad zweimal dran vorbei gefahren" und just in diesem Moment fuhr ich an einem Horrorunfall (Gegenfahrbahn) mit jeder Menge Feuerwehr vorbei. Das war irgendwie übel. Bin dann zum nächsten Lied gesprungen.

In Aschaffenburg mussten wir alle draußen warten. Da ich später als in Köln angekommen war und ich ja noch Anja und Gaby bei mir hatte, war das ganz ok.



Nachdem Sebel van der Nijhoff sich, wie Freitag schon, fragte, wer das alles f...en soll (so heißt echt ein Lied von ihm), kam der Herr Godoj und brachte viel gute Laune mit.



Und mit Gitarre macht er sich echt super. Ich habe YouTube-Videos vom letzten Jahr gesehen, da sind noch ein paar Griffe dazu gekommen.


Und es war hinterher so toll, noch kurz mit ihm sprechen zu können. Er liebt seine Fans und das scheut er sich auch nicht zu zeigen. Ich bin mächtig stolz auf meine Autogramme auf der Eintrittskarte und meinem T-Shirt. "Für Ela" liest sich echt gut :-)



Und jetzt dreimal darf geraten werden, wer am 06.05. in Heidelberg mit Thomas rocken wird. Yeah, it's me!!! Und das Godoj-Mobil wird wahrscheinlich auch nicht im jetzigen Zustand bleiben. Da geht noch was. Bis dahin.

24. April 2012

Godoj-Mania Teil I

Tja, was soll ich sagen, ich habe mich bei hr3@night mit dem Tomzilla-Virus angesteckt. Und diese Krankheit, soviel weiß ich jetzt, ist kein schleichender Prozess, sondern haut dich regelrecht sofort aus den Socken. Thomas Godoj rocks! Und deswegen war am Freitag mein Ziel das Bürgerhaus Stollwerck in Köln (wurde vom Luxor wegen der großen Nachfrage dorthin verlegt). Bei nicht allzu warmem aber trockenem Wetter hieß es warten, warten, warten.




Das war über zwei Stunden mein Blick. Oben wurde ein Beitrag mit Thomas und seinem ältesten Fan (Oma Hildegard, 84) fürs ZDF gedreht. In dem Beitrag bin ich übrigens auch zweimal zu sehen (uiuiui).


Und immer noch warten, warten, warten. 


Und nach dem Supporting-Act Sebel van der Nijhoff kam dann endlich Thomas auf die Bühne und hat (trotz Stimmbandentzündung) gerockt, als gebe es kein Morgen mehr.


 Wir hatten viel Spaß, Herr Godoj anscheinend auch.


Bei "Helden gesucht" ging er auf Tuchfühlung und hat sich unters Publikum gemischt. Als er direkt neben mir stand, habe ich diese blöde Kamera einfach nicht gefunden, so dass ich ihn nur noch beim Wiederabdampfen knipsen konnte.


Da wurde die Technik einfach mal zur Bühne umfunktioniert.


Ach ja, Stagediving ist auch eine Leidenschaft von Tomek.



Hinterher hat er noch ein paar Autogramme gegeben, aber da es ihm nicht besonders gut ging,  hat er sich relativ schnell zurückgezogen.


Draußen konnte ich ihm dann aber noch ganz persönlich sagen, dass das für mich der tolltste Abend 2012 bisher für mich war. Die Reaktion von Seb (einem seiner Gitarristen): "Und das war erst der Erste!"

Und er sollte Recht behalten. Ganz spontan habe ich mir Samstagmorgen, nach sage und schreibe 4 Stunden Schlaf, meine Karte für Aschaffenburg gekauft und saß um 17.00 Uhr schon wieder im Auto. Aber dazu beim nächsten Mal mehr.

Ein neues Wesen wurden geschaffen: Das Tomzilla-Schaaf, und das bin ich!


6. April 2012

Godoj-Mobil

Um ein bisschen Werbung für Thomas Godoj und den 2. Teil seiner Tour zu machen, habe ich mich beim Fanshop mit ein paar schönen Aufklebern eingedeckt und mein Auto zum Godoj-Mobil gepimpt.





1. April 2012

hr3@night

Am 24. März waren Anja und ich bei hr3@night Frankfurt, um Thomas Godoj und Rea Garvey zu sehen. Für 12 Euro die Karte ein absoluter Schnappen. Gegen 3 Uhr bin ich los gefahren und nach meiner Ankunft sind wir auch relativ schnell los, um was zu essen und vorher noch die Lokation zu inspizieren.

Sankt Peter: Die Lokation


Ein Ordner hatte uns gesagt, dass ab 19.00 Einlass sein würde. Da hatten wir noch genügend Zeit, um zu essen und ein bisschen durch die Gegend zu laufen.

Love u Sis

Etwa um 19.15 kamen wir wieder bei der Kirche an und leider konnte doch noch keiner rein. Es wurde immer später, zumal ... Zitat: "Der Herr Godoj macht noch Soundcheck."
Und ich musste sowas von dringend aufs Klo. Das hat mir die Stimmung erstmal ein bisschen vermiest.


 Ab 8 durften wir dann endlich rein. Wir standen mittlerweile nicht mehr am Ende, sondern in der Mitte der Schlange, was auf ein einigermaßen volles Haus schließen ließ. Nachdem ich mich erleichtert hatte mussten wir wieder total lange warten, weil es wohl doch noch nicht genug Leute waren.




Nach einer guten halben Stunde Verspätung sollten wir dann echt auf unsere Kosten kommen. Mein letztes Konzert, bei dem ich echt richtig mitgerissen wurde, war 1996 Bon Jovi in Köln. Aber ich muss ganz ehrlich sagen, Thomas Godoj stellt Bon Jovi (natürlich nur für mich gesprochen) absolut in den Schatten. Ich habe so etwas noch nie erlebt. Dass er DSDS damals gewonnen hat, habe ich mitbekommen und ich habe auch seine erste CD "Plan A" irgendwann mal gekauft und auch öfters gehört. Doch das hat mich jetzt nicht total aus den Socken geholt.
Als Vorbereitung auf Frankfurt hatte ich mir die anderen beiden CDs auf iTunes runtergeladen und, um ein bisschen mitsingen zu können, rauf und runter gehört. Echt spitze! Vorher schon so begeistert, hat er mich live komplett abgeholt. Sowas Tolles habe ich bisher selten erlebt. Und ich oute mich hier und jetzt als angehender Fan.



Ich hätte natürlich gerne noch mehr Fotos gemacht, aber man war ja da, um die Musik zu hören und ich wusste auch gar nicht so richtig, wie ich meine Kamera einstellen sollte.

Dass wir bei Rea hinterher aufgrund der Massen nicht mehr rein gekommen sind, war auch gar nicht mehr schlimm, denn ich bin zu 100 Prozent (und ich denke Anja auch) auf meine Kosten gekommen.

Tja, und das Ende vom Lied ist tatsächlich erst der Anfang. Am 20. April geht es zum Konzert nach Köln im Luxor:-)

Ein Riesen-Dankeschön an meine Schwester Anja. Ohne ihr Angebot mit nach Frankfurt zu kommen, hätte ich einen wunderschönen Moment meines Lebens verpasst.

9. März 2012

My Voice at The Voice

Da ich ja fast den lieben langen Tag singe und Musik höre, hatte ich vor knapp einem Monat einen verrückten Gedanken. Viele werden denken: Das ist bei dir ja nicht unbedingt etwas Ungewöhnliches. Aber in diesem Fall ist es schon was Besonderes. Ich habe mich nämlich für die zweite Staffel von The Voice of Germany angemeldet.


Schnell war alles ausgefüllt und nicht allzuviel später bekam ich dann diese E-mail:

"Vielen Dank für das Ausfüllen des Formulars, deine Anmeldung war erfolgreich!
Deine Daten sind nun bei uns hinterlegt. Wir informieren dich, sobald die Scouting Tour für "The Voice of Germany" wieder startet.
Mit musikalischen Grüßen
The Voice of Germany"

Mein nächster Gedanke: Hilfe, Ela, das haste jetzt echt gemacht! Aber ich mache das alles ohne Druck... Erst mal sehen, wer in der Jury sitzen wird. Wenn das nur Leute sind, die ich nicht besonders mag, werde ich gar nicht erst zum Casting gehen. Ich rechne zwar nicht damit, überhaupt die erste Runde zu überstehen und an den Blind Auditions teilzunehmen, aber man hat ja angeblich auch schon Pferde vor der Apotheke kotzen sehen (mein volles Mitgefühl dafür). Und hinterher dreht sich (wenn überhaupt einer) nur Michael Wendler um und ich hab den Salat...

Ich freue mich jedenfalls tierisch und bin schon schwer am üben und überlegen, was ich gerne singen würde.

18. November 2011

Les Misérables

Am Mittwoch war nochmal Zeit für Kultur. Bianca und ich hatten uns vor knapp drei Wochen Karten für Les Misérables im Apollo-Theater gekauft und waren schon sehr gespannt. Vor Allem weil das komplette Stück auf Französisch sein würde. Die ersten anderthalb Stunden konnte ich mich noch relativ gut konzentrieren und habe sogar Einiges wörtlich verstanden, aber nach der Pause war die Luft etwas raus und es wurde sehr anstrengend sich auf die Worte zu konzentrieren. Da die Schauspieler aber spitzenmäßig waren, hat man Vieles auch so verstehen können.


Hier eine Zusammenfassung der Handlung:
Geschildert wird die französische Gesellschaft von der Zeit Napoleons bis zu der des Bürgerkönigs Louis Philippe. Im Mittelpunkt steht der ehemalige Bagno-Sträfling Jean Valjean. Nach 19 Jahren Haft, die er für den Diebstahl eines Stücks Brot durch Einbruch (vol par effraction) sowie für mehrere Fluchtversuche erhalten hat, ist er ein von der Gesellschaft gebrandmarkter und innerlich verhärteter Mensch. Durch seine Begegnung mit dem Bischof von Digne, M. Myriel, einem sehr gutherzigen Seelsorger, der ihn Güte erfahren lässt, bekehrt er sich - nach einem kurzzeitigen und rasch bereuten weiteren Delikt - und wird zu einem moralisch guten Menschen. Unter dem Namen M. Madeleine erarbeitet sich Valjean Bildung, Reichtum und Ansehen, er wird sogar Bürgermeister und Fabrikant in Montreuil.
Dort trifft er auch Fantine, eine verarmte junge Frau, die von einem Studenten mit ihrer Tochter Cosette sitzengelassen worden ist. Um nicht der Sittenlosigkeit angeklagt zu werden, hat sie diese dem habgierigen Gastwirt Thénardier zur Pflege gegeben und arbeitet in Montreuil-sur-Mer hart, um dessen immer höhere Geldforderungen erfüllen zu können. „Madeleine“ wird auf Fantine – nachdem sie an Lungenentzündung erkrankt ist – aufmerksam, bezahlt ihre Schulden und will Cosette ihrer todkranken Mutter zurückbringen.
Doch als ein Unschuldiger angeklagt wird, der untergetauchte ehemalige Häftling Valjean zu sein, gibt er sich zu erkennen und verliert alles, was er aufgebaut hat. Fantine stirbt an einem Schock, als Valjean an ihrem Krankenbett verhaftet wird. Aus der erneuten Haft kann Valjean fliehen, sein Lebensinhalt ist nun seine Vaterliebe zu Cosette, die er aus Thénardiers Klauen befreit. Lange Zeit leben die beiden, vollkommen glücklich, versteckt in Paris. Jean Valjean hat sein Vermögen retten können und wird unter dem angenommenen Namen Fauchelevent zu einem bekannten Wohltäter.
Ihr Idyll wird bedroht, als sich Cosette in den jungen Studenten Marius verliebt. Zudem wird ihr Ziehvater, was Cosette nicht ahnt, bereits seit Jahren von Inspektor Javert verfolgt, einem unerbittlichen, hartherzigen Verfechter des Rechts. Als Valjean die Liebe bemerkt, das einzige, was er in seinem Alruismus für ihm allein gehörig ansieht, versucht er sie zu unterdrücken und will mit Cosette nach England fliehen. Marius, der nun keinen Grund mehr zum Weiterleben sieht, nimmt zusammen mit seinen Freunden am Pariser Juniaufstand von 1832 teil und kämpft auf den Barrikaden, in der Hoffnung, dort den Tod zu finden. Valjean erfährt dies und rettet aus Liebe zu Cosette ihren Geliebten - ohne dass Marius es weiß. Javert, dem er ebenfalls in den Kämpfen das Leben gerettet hat, ist in seinem Glauben an die Gerechtigkeit des Rechts erschüttert, lässt Valjean, als dieser sich ihm stellen muss, laufen und begeht Selbstmord.
Nach der Hochzeit von Cosette und Marius offenbart Jean Valjean seinem Schwiegersohn Marius seine wahre Identität als ehemaliger Häftling, woraufhin Marius versucht, ihn von Cosette fernzuhalten, was den ohnehin schon sehr alten Mann vor Verzweiflung krank werden lässt. Als Marius – ironischerweise durch einen Versuch Thénardiers, Valjean zu verleumden – erfährt, was für ein Mensch Valjean wirklich ist, möchte er ihn um Verzeihung bitten. Marius und Cosette kommen beinahe zu spät: sie treffen Valjean auf dem Sterbebett an.

Im Nachhinein würde ich mir wahrscheinlich kein Stück mehr auf Französisch anschauen, aber auf Englisch und ein Musical sind dieses Jahr schon in der Planung.

23. Oktober 2011

Rock 'n' Roll

Nachdem mein erster Versuch des Gitarren-Spielens (da war es eine E-Gitarre) vor einigen Jahren sehr ernüchternd ausgefallen war, stand nun der nächste an. Dieses Mal allerdings mit der richtigen Einstellung, erstmal klein anzufangen. Wobei klein bei einer Gitarre natürlich ein eher relativer Ausdruck ist.

Gesagt, getan. Nach 4 Tagen war sie schon da und ich total aus dem Häuschen. Abholen... auspacken... vor Freude rumhüpfen... Müll wegräumen... wieder tierisch freuen... stimmen. Dank Stimmgerät hörte sich das Ganze nach kurzer Zeit sehr annehmbar an und die süße Jayma (ja, sie hat einen Namen!) hat mein Herz im Sturm erobert.



Seit nunmehr gut einer Woche steht eigentlich fast jeden Tag üben auf dem Programm. Ist mit den Stahlseiten an manchen Tagen eine ganz schön schmerzhafte Angelegenheit. Aber der Spaß überwiegt. Vielleicht mache ich mich in der Zukunft auch gar nicht so schlecht als Wongwriter. Das wäre natürlich die absolute Krönung.